Ob eine Pflanze auf einem Luftbild erkennbar ist, entscheidet sich vor dem Flug. Pflanzengröße, Begleitvegetation, Schattenwurf, Bewölkung, Tageszeit und Flughöhe bestimmen gemeinsam, wie viel Detail in den Aufnahmen steckt. Kleine Pflanzen unter dichter Begleitvegetation sind aus der Luft häufig nicht sicher zu identifizieren.
Die Auswertung kann manuell erfolgen, also durch Sichtung und Kartierung auffälliger Bereiche, oder automatisiert durch Bildanalyse. Das KWF-Arbeitspapier (Stand 11/2023) beschreibt zur drohnengestützten Kulturkontrolle einen Versuch mit RGB- und Multispektralaufnahmen. Die Ergebnisse waren dort von Flughöhe und Auswertungsmethode abhängig; bei unzureichenden Trainingsdaten war die automatisierte Auswertung eingeschränkt. Ein beschriebener Versuch ist keine universelle Genauigkeitsgarantie.
Besonders belastbar wird die Methode, wenn dieselbe Fläche zu mehreren Zeitpunkten vergleichbar aufgenommen wird. Dann rückt die Veränderung in den Mittelpunkt: Wo hat sich der Bewuchs entwickelt, wo bleibt eine Fläche auffällig leer?
Praktisches Fazit: Nutze Luftbilder, um Auffälligkeiten zu verorten und Kontrollgänge vorzubereiten. Für Zahlen wie Ausfallquoten braucht es eine vereinbarte Methode und in der Regel Kontrollen am Boden.
Fachliche Grundlage: KWF-Arbeitspapier „Drohneneinsatz in der Forstwirtschaft“, Stand 11/2023. Einordnung der Quelle