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Vom Luftbild zur Entscheidung

Warum ist ein schönes Luftbild noch keine Entscheidungsgrundlage?

Ein Einzelbild zeigt einen Ausschnitt aus einer Perspektive. Es ist nicht maßhaltig und nicht ohne Weiteres mit einer Karte oder einer späteren Aufnahme vergleichbar. Ein georeferenziertes Orthofoto entsteht erst, wenn viele überlappende Aufnahmen rechnerisch zu einer lagerichtigen Bildkarte verarbeitet werden. Erst dann lassen sich Flächen abgrenzen und Positionen benennen.

Eine Punktwolke beschreibt die erfasste Oberfläche als Menge von Punkten im Raum. Aus ihr lassen sich Höhenmodelle ableiten, also flächige Darstellungen von Oberflächen- oder Geländehöhen. Aus Höhenmodellen können Differenzen und damit geometrische Volumina bestimmt werden, zum Beispiel bei Haufwerken.

Das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik beschreibt in seinem Arbeitspapier (Stand 11/2023) RGB-, Multispektral- und LiDAR-Daten sowie die Verarbeitung geeigneter Aufnahmen zu Orthomosaiken, Punktwolken und Höhenmodellen. Wichtig ist dabei: Welche Information am Ende ableitbar ist, hängt vom Verfahren und von der Datengrundlage ab. Die Verarbeitung ist ein eigener Arbeitsschritt und keine automatische Leistung jeder Drohne.

Praktisches Fazit: Lege zuerst die Frage fest, die beantwortet werden soll. Daraus ergeben sich Sensorik, Flughöhe, Auswertung und das Datenprodukt – nicht umgekehrt.

Fachliche Grundlage: KWF-Arbeitspapier „Drohneneinsatz in der Forstwirtschaft“, Stand 11/2023. Einordnung der Quelle